Überblick der Leistungen des Rathauses Wald-Michelbach

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Wildschaden

Ein ersatzpflichtiger Wildschaden liegt vor, wenn ein zu einem Jagdbezirk gehörendes Grundstück durch Schalenwild (Wisent, Elch-, Rot-, Dam-, Sika-, Reh-, Gams-, Stein-, Muffel- und Schwarzwild), Wildkaninchen oder Fasanen beschädigt wird. Die Ersatzpflicht ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn Wildschäden auf Grundflächen entstehen, auf denen die Jagd ruht oder dauernd nicht ausgeübt werden darf. Das gilt vor allem für befriedete Bezirke.

Ersatzpflichtig sind alle Schäden, die das genannte Wild durch Abäsen, Verbeißen, Schälen, Zertreten, Brechen, Aufscharren, Fegen oder Schlagen, durch Anlegen von Lagerstätten, Bauen, Röhren oder Kesseln oder durch ähnliche Lebens- und Verhaltungsweisen am Grundstück selbst (Substanzschaden) oder an dessen Bestandteilen, wie etwa am Aufwuchs, am Baumbestand, an den Früchten oder den eingebrachten Saaten (Bewuchs-, Fruchtschäden) verursachen.
Ersatzpflichtiger ist der Eigentümer oder Nutznießer eines Jagdbezirks. Im Falle der Verpachtung haftet der Pächter.

Die Anmeldung eines Wildschadens kann mittels online-Formular erfolgen. Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass hier genaue Angaben zu dem betroffenen Grundstück, Flurbezeichnung, Lage, Größe, Größe der beschädigten Fläche, Art der geschädigten Früchte, sowie Zeitpunkt der Feststellung des Schadens gemacht werden. Nach Anmeldung eines Wildschadens führt die Gemeinde schnellstmöglich einen Termin an Ort und Stelle durch in dem der Schaden ermittelt und eine gütliche Einigung herbeigeführt werden soll. Kommt eine gütliche Einigung zustande, so wird diese in einer Niederschrift festgehalten. Kommt eine gütliche Einigung nicht zustande, so hat der Gemeindevorstand einen erneuten Termin anzusetzen, zu dem auch ein amtlich bestellter Wildschadensschätzer zu laden ist. In diesem Termin ist der Schaden von der bestellten Person festzustellen und durch einen Vorbescheid des Gemeindevorstandes festzusetzen. Gegen den Vorbescheid können die Beteiligten binnen einer Frist von zwei Wochen Klage erheben.

Formulare online:
Wildschaden

Fristen

Der Anspruch auf Ersatz des Wildschadens erlischt, wenn der Berechtigte den Schadensfall nicht fristgerecht bei der zuständigen Behörde anmeldet. Die Anmeldefrist ist keine Verjährungs-, sondern eine Ausschlussfrist. Daher ist eine Verlängerung oder eine Wiedereinsatzung in den vorherigen Stand bei Versäumung der Frist unzulässig. Bei landwirtschaftlichen Schäden beträgt die Frist eine Woche. Bei Schäden an forstwirtschaftlich genutzen Flächen genügt es, wenn zweimal im Jahr, jeweils zum 01. Mai und 01. Oktober die Meldung erfolgt.

Zuständige Behörde ist der Gemeindevorstand, bei dem der Anspruch auf Ersatz von Wildschaden schriftlich anzumelden ist.

Ansprechpartner
 
Alter, Heinz